Mittwoch, 19. August 2015

Das Arschbomben-Buch - Nicht noch eine Rezension

Ich weiß ja nicht, ob es noch irgendjemanden da draußen gibt, der sich zum Kreis derer zählen kann, die das Arschbomben-Buch noch nicht kennen. In meiner Twitter Timeline jedenfalls werden unentwegt Fotos gepostet von Oberschenkeln, Armen, Händen, Tischen, Küchenarbeitsplatten, Badewannen, ja sogar Toilettenböden – und immer prangt in Großformat das vor einer Woche erschienene Buch von Patricia Cammarata darauf.

Buch. Am Küchentisch.

In jedem siebzehnten Blog kann man eine Rezension über dieses Buch lesen und hie und da an einem Gewinnspiel teilnehmen. Unzählige Leser machen sich dabei Hoffnungen auf den Hauptpreis im Wert von 8,99 Euro in Deutschland und 9,30 Euro in Österreich und geben dafür ihre letzten Faves, Likes, Sternchen und Herzchen her und Teilen und Retweeten, was das Zeug hält. Ich glaube, sie würden sogar ihr letztes Hemd für dieses Buch hergeben. Denn dieses Buch ist offensichtlich in aller Munde.

Und jetzt soll ICH eine Rezension darüber schreiben. Ich! Wo doch schon alles gesagt wurde.

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Foto Patricia
Bildunterschrift: Patricia Cammarata. Sehr hübsch.

Hier wollte ich ursprünglich ein Foto der Autorin einfügen, da ich sie aber nicht persönlich kenne - leider - besitze ich leider keines. Nun können Sie einwenden, es gäbe ja unzählige Fotos im Netz, man müsse doch nur eines davon einfügen. Dann könnte ich Ihnen aber etwas von Bildrechten erzählen. Es ist aber alles halb so schlimm, auf der Innenseite des Buchcovers werden Sie finden, was Sie suchen. Jetzt habe ich Sie aber neugierig gemacht.

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Und damit wir den Faden nicht verlieren, kommen wir wieder zum Buch. Über das doch schon alles gesagt wurde.

Zum Beispiel wie wunderschön die Autorin ist (mir gefällt sie auch ziemlich gut – kein Wunder, dass sie so viele Kinder hat – irgendwas zwischen zwei und drei), wie grandios ihr Blog Das Nuf ist (auch ich lese es seit einem Jahr regelmäßig und überaus gerne), wie unbeschreiblich toll ihr toller Schreibstil ist (so möchte ich auch mal schreiben können – ich würde glatt das letzte Hemd meines Mannes dafür hergeben) und wie viele Lachtränen beim Lesen des Buches über die Wangen der Leser kullerten (so viel zerronnene Schminke und nasse Bärte – gut, dass ich nicht dabei war).

Und jetzt soll ICH noch eine Rezension darüber schreiben. Da habe ich mir etwas eingebrockt, als ich das Gratis-Exemplar des Lübbe Verlages angenommen habe. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Jetzt muss ich wohl. Ich kann es nämlich nicht mehr zurückschicken. Es hat schon ein paar Lachtränchen und - weil ich es überall mitschleppe - die schmutzigen Fingerchen meiner Kinder abbekommen und das tut dem Papier nicht gut.

Ja, jetzt muss ich ran. Ich, die vom Rezensionen schreiben so viel Ahnung hat, wie von angewandter Kernphysik. (Diesen Satz habe ich von einer der zahlreichen Rezensionen sinngemäß übernommen. Man könnte fast sagen, abgeschrieben. Aber nur, wenn man pingelig ist).

Was, bitteschön, soll ICH denn über dieses Buch noch sagen? Ich, die aufgrund akuten Zeitmangels kurzfristig darüber nachgedacht hat, Textbausteine, mit denen ich mich identifizieren kann, aus den vielzähligen Rezensionen zu einem Text zusammenzufügen? Das ist natürlich Schwachsinn und so muss ich mir selber was einfallen lassen.

Was, bitteschön, soll ICH denn noch erzählen, was nicht ohnehin schon jeder weiß. Es ist doch schon alles gesagt. Das Buch ist fan-tas-tisch!!! Ja, sogar großartig. Die Autorin sowieso! Und ihre unterhaltsamen Familiengeschichten kann man gar nicht oft genug lesen und vorlesen. Aber bitte nicht den Kindern. Vorlesen meine ich. Sie könnten irgendwelche Wörter lernen. Arschbombe, oder so. Oder sie könnten erfahren, was mit selbstgebastelten Geschenken wirklich passiert. Eventuell finden sie auch heraus, wann der ungünstigste Zeitpunkt ist, um auf die Toilette zu gehen.
Und das alles wollen wir ja nicht.

Die Geschichten sind nichts für Kinder. Die Geschichten sind für Mamas und Papas. Eventuell auch Omas und Opas. Man könnte sie auch der besten Freundin empfehlen, die sich sehnlichst ein Kind wünscht. Ja, doch. Das könnte man. Der aufmerksame Leser wird Dank Frau Cammaratas Humor feststellen, dass alles halb so schlimm ist und ein Leben ohne Kinder ohnehin nur langweilig ist.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich bin gespannt auf die Gesichter der Mütter und Väter in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wenn sie dieses Jahr unter dem Weihnachtsbaum ihr zweites, drittes und viertes Exemplar dieser grandiosen Lektüre vorfinden.

Ich jedenfalls habe einige Exemplare von „Sehr gerne, Mama, du Arschbombe“ bereits gehortet und das erste Mal in meinem Leben schon im August Weihnachtsgeschenke lagernd.

Danke Patricia, du Arschbombe!



Mein Exemplar gebe ich übrigens bestimmt NICHT her. Behaltet doch eure Hemden. Faven dürft ihr aber trotzdem.





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