Dienstag, 25. August 2015

Er will bestimmt nur spielen - Vielleicht!

Wir wohnen in einer Durchzugstraße. Der Durchzug hält sich in Grenzen. Alle zehn Minuten fährt ein Auto vorbei oder ein Motorradfahrer, manchmal auch ein Traktor. Das Highlight ist der Müllwagen alle paar Wochen. Das ist es auch schon. Die meisten motorisierten Mitmenschen halten sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h, viele fahren sogar Schritttempo, weil sie wissen, dass hier Kinder wohnen.

Es sind sechs Kinder zwischen einem und sechs Jahren. Die Kinder bringen Leben in diese sonst so ruhige Straße. Sie sind ebenfalls mit fahrbarem Untersatz ausgestattet. Mit Bobby Cars, Dreirädern, Rollern, Laufrädern und Fahrrädern sind sie unterwegs. Sie lachen, sie lärmen auch einmal, halten sich dabei aber immer an die Geschwindigkeitsbeschränkung und winken, dicht an den Straßenrand gedrückt, den vorbeifahrenden Autofahrern zu.

Die Straße ist kerzengerade und absolut übersichtlich. Man wähnt sich in Sicherheit.

Nur ein bisschen Herzklopfen habe ich, wenn ich mit meinen Kindern an den beiden Gärten vorbeikomme, aus denen man durch die Hecke das Knurren der Hunde vernehmen kann. Und wenn ein kürbiskopfgroßer Hundekopf aus dem durchgebissenen Maschendrahtzaun hervorlugt, rutscht mir das Herz auch schon mal in die Hose. Aber nur fast. Denn der Hund will vermutlich eh nur spielen.

Mittwoch, 19. August 2015

Das Arschbomben-Buch - Nicht noch eine Rezension

Ich weiß ja nicht, ob es noch irgendjemanden da draußen gibt, der sich zum Kreis derer zählen kann, die das Arschbomben-Buch noch nicht kennen. In meiner Twitter Timeline jedenfalls werden unentwegt Fotos gepostet von Oberschenkeln, Armen, Händen, Tischen, Küchenarbeitsplatten, Badewannen, ja sogar Toilettenböden – und immer prangt in Großformat das vor einer Woche erschienene Buch von Patricia Cammarata darauf.

Buch. Am Küchentisch.

Samstag, 15. August 2015

Endlich ist der Papa wieder da

Wann kommt der Papa endlich nach Hause?

Bald.

Aber dauert das noch lang? Ich mag den Papa so gern.

Nein, das dauert nicht mehr lang.

Gotzendank*. Weißt du, ich lieb meinen Papa so.

Mittwoch, 12. August 2015

12 von 12 - ohne Bilder - Gilt das überhaupt?

Gerne zeige ich euch heute wieder zwölf Szenen vom heutigen Tag. Fotos habe ich keine gemacht. Dazu war ich zu faul. Die Bilder dürft ihr in euren Köpfen kreieren. Aber nicht schummeln – immer an die Vorlage halten!

Szene 1
Mit geschwollenen Augenlidern und zerzaustem Haar stehe ich im Morgengrauen mit Nachthemd bekleidet auf der Badezimmerwaage. Sie muss wohl auf unebenem Boden stehen, denn die Zahlen, die sie anzeigt, können so nicht stimmen und dass mein kurzes Nachtkleidchen drei Kilogramm wiegt, kann ich einfach nicht glauben.

Szene 2
Der Sohn legt eine tote Fliege auf mein Frühstücksteller, direkt neben den Käse, was ein spannendes Gespräch über Fliegen nach sich zieht. Die Söhne möchten wissen, was nun mit dieser Fliege zu tun ist, wo sich die Fliegen im Winter aufhalten und wo die Fliegenklatsche ist.

Sonntag, 9. August 2015

Was sollte ich unbedingt in den Familienurlaub mitnehmen? - FF 1

In der Serie „Family FAQ“ finden Sie sorgfältig recherchierte Antworten auf häufig gestellte Familienfragen. Geprägt durch langjährige Erfahrung und Erschöpfung. So wird das Familienleben einfacher. Oder auch nicht.

Teil 1 gibt Antworten auf die Frage
„Welche Dinge sollte ich unbedingt in den Familienurlaub mitnehmen?“

Wer schon einmal einen Familienurlaubskoffer gepackt und ihn am Urlaubsort wieder ausgepackt hat, weiß wie es sich anfühlt, wirklich nützliche Dinge vergessen zu haben. Natürlich hat man genügend Zahnbürsten, Nagelfeilen, Unterhemden, Fieberzäpfchen und Sandschaufelchen mit, aber letztendlich fehlt dann doch noch irgendetwas Unerlässliches. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert, sollten Mitglieder einer gut organisierten Familie auf Ihre Urlaubspackliste nachstehende Dinge schreiben:

Ich war dann mal weg

Seit Monaten sind Blogposts hier äußerst spärlich gesät. Wie es dazu kam, kann ich erklären. Aufgrund der derzeitigen beruflichen, familiären, klimatischen, örtlichen und sonstigen Gegebenheiten war es mir nicht möglich, in regelmäßigen Abständen eine...

Ach, wisst ihr, ich will mal ehrlich sein, ich hatte einfach keine Lust! Und kein Konzept.

Habe ich kein Konzept, habe ich keinen Ansporn und vernachlässige gelegentlich diverse Arbeiten. Übrigens habe ich bisher auch für das Fensterputzen kein Konzept entwickelt (wie zum Beispiel „Ich putze monatlich die Fenster“), dadurch sind die Spuren der Silvesterrakete noch immer an der oberen Ecke der Wohnzimmerscheibe zu sehen, zumindest wenn man den Vorhang, der die Rußflecken geschickt kaschiert, zur Seite zieht. Aber jetzt schweife ich ab. Es geht ja ums Blogkonzept. Das ich nicht hatte. Das ich aber jetzt habe.