Montag, 19. Januar 2015

Wie ich mit der TOLLABOX meine Furcht vor Nadel und Faden verlor...

... und warum wir die TOLLABOX so lieben...

Ding Dong! An einem Vormittag im November öffne ich dem Paketboten unsere Haustür. Unter seinem Arm trägt er ein Paket, das an meine Söhne adressiert ist. TOLLABOX steht drauf. Es ist ein verspätetes Geburtstagsgeschenk von Bea Beste.

Kaum habe ich die Haustür wieder geschlossen, stehe ich vor einem Dilemma. Öffnen oder nicht öffnen, das ist die Frage. Das Geschenk ist eindeutig für meine Kinder, schließlich stehen ihre Namen oben. Die beiden sind aber noch in der Kinderkrippe und ich darf doch nicht in ihrer Abwesenheit ein an sie adressiertes Paket öffnen. Das verstößt sicherlich gegen irgendwelche Rechte.

Nach langem Zögern (drei Minuten können schon mal lange dauern, wenn man neugierig ist) öffne ich vorsichtig die Schachtel. Zum Vorschein kommen drei in Seidenpapier gewickelte Päckchen. Um möglichst wenig Spuren zu hinterlassen, ziehe ich das Seidenpapier mit äußerster Vorsicht auseinander und versuche zu erspähen, was sich darin befindet. Mein Herz klopft, die Spannung steigt. In diesem Augenblick entdecke ich sie.

Die Nadel und den Faden!

Ich bin ein kluges Köpfchen und kombiniere schnell. Nadel plus Faden ist gleich Nähen. Meine Jungs sind erst drei und können das bestimmt nicht. Mein Mann ist zwar ein paar Jährchen älter, aber auch ihm traue ich diese Fingerfertigkeit nicht zu. Übrig bleibe nur noch ich. Ich soll nähen. Ich soll nähen? Ich, die sich bisher vor jedem zu nähenden Loch, Knopf, Hosending erfolgreich gewehrt hat, bis die Oma kommt und die Sache in die Hand nimmt?

Schnell rücke ich alles wieder zurecht und lege die Schachtel auf das Regal ganz oben. Dorthin wo meine Jungs nicht mal hinkommen, wenn sie ihre Hochstuhlkonstruktionen bauen. Und da hilft auch ihre hartnäckige Fragerei nicht:

Mama, was ist das da oben?
- Nichts.
Das ist aber eine Sachtel.
- Ich weiß nicht.
Was ist da drinnen?
- Nichts.
Gib du mir die Sachtel?
- Nein.
Warum nicht?
- Ich kann nicht.
Warum kann du nicht?
- Sie ist so weit oben.
Da musst du eine Leiter holen.
- Ich weiß nicht, wo die Leiter ist.
Da musst du den Papa holen.
- Das kann der Papa nicht.
Warum nicht?
- Sie ist so weit oben.
Ich probier mal.
- Möchtest du ein Stück Schokolade?
Jaaaaa!

Schließlich kommt die Adventzeit. Wir backen Kekse wie die Wilden und belästigen erfreuen die Nachbarn mit unserem Weihnachtsliedgut. Die Schachtel gerät etwas in Vergessenheit bis zu jenem Tag in den Ferien, an dem ich sie endlich rausrücke und meine Söhne und ich schließlich nicht mehr von ihr lassen können.

Denn die TOLLABOX hält für jeden von uns etwas bereit.

Sohn 01 liebt die „Tollaklinik“. In ihr kann er seinen Playmobil Bauern versorgen lassen, der nach einem dramatischen Unfall schwer verletzt neben dem Schweinestall liegt. Er wollte wohl eine Kuh vom Dach holen. Fragt nicht!

Die Herstellung der Tollaklinik ist kinderleicht und wenn es etwas mit der Schere zu schneiden gibt, ist ohnehin Hochstimmung angesagt.



Sohn 02 liebt seine selbst hergestellte Lavendelseife. Das war aber vorauszusehen, denn mein Junge ist ein Händewaschfetischist (Was für ein schönes Wort für die Suchmaschinen ;-). Er kann es ganz und gar nicht leiden, wenn seine Hände schmutzig sind und endlich hat er seine persönliche Seife.

Aber noch mehr als das Endprodukt liebt er das Herstellungsverfahren. Soooo schön glitschig ist alles. Die beiliegende Anleitung zeigt Schritt für Schritt was zu tun ist.



Schließlich wenden wir uns meiner Challenge zu - der Kuschelbakterie. Das Päckchen mit der Nadel ist an der Reihe. Und was soll ich sagen? Ich entdecke Fähigkeiten, die bisher still in meinen Fingern schlummerten. ICH KANN NÄHEN!

Ähm, ich gebe zu, so viel wie befürchtet wurde mir nicht abverlangt. Die Jungs befüllen einen Handschuh mit Watte. Ich nähe ihn am Bündchen zu. Das sieht sehr professionell aus und ich überlege, alle einsamen Socken in unserem Haushalt zu Kuscheltierchen umzufunktionieren. Ich trage mich also mit dem Gedanken zu nähen und zu basteln. Ich! Das hat die TOLLABOX gut gemacht.

Ups! Mitten durch! Macht nichts, es ist genug Filz da :-)


Die Kuschelbakterie erweist uns übrigens gute Dienste, denn als vorbildliche Familie liegen drei von vier Personen IN DEN FERIEN mit Fieber am Sofa. Das macht aber nix, wir haben ja die Kuschelbakterie von TOLLABOX zum Kuscheln.




Mehr Infos über die TOLLABOX gibt´s hier.





2 Kommentare:

  1. Sehr schön geschrieben! Da bin ich aber froh, dass dem armen Bauern geholfen werden konnte ;-)

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    1. Ich auch. Er bekam eine Spritze, einen Verband und Hustensaft.
      In medizinischen Angelegenheiten werde ich mich ab nun an meinen Sohn wenden ;-)))

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