Freitag, 5. Dezember 2014

Backe, backe Kuchen - ähm - Kekse!

Auf nach Frankreich! Nein, nicht ihr! Tanja zog vor einigen Jahren mit ihrer Familie nach Frankreich und bloggt seit einem Jahr von dort in die Welt. In ihrem Blog "Tafjora" erzählt sie von ihrem Familienalltag.

Ich habe mich sehr gefreut, als Tanja mich einlud, an ihrer Weihnachtsaktion teilzunehmen und gerne ihre Fragen über Weihnachten in unserer Familie beantwortet. Raus kam dabei Heiteres, Besinnliches und Skurriles. Neugierig gemacht? Dann klickt doch hier mal rein.

Ich darf aber auch ein Fensterchen von Tanjas Adventkalender öffnen und euch etwas präsentieren. Ausgesucht habe ich hierfür ein sagenhaft einfaches und leckeres Lebkuchenrezept aus einem Kochbuch für Kinder. Damit nichts, aber auch gar nichts schief geht, habe ich ein paar spezielle Anweisungen zum Rezept dazugeschrieben. Das ist mein besonderer Service für eure Kinder. Und los geht’s:

(Und ehe es wirklich losgeht, setze ich nachträglich noch einen Link auf die Blogparade von Mama notes mit dem schönen Titel "Die Plätzchen-Perfektionismusfalle". Obwohl ihr mit den nachfolgenden Anweisungen vermutlich nicht hineinschlittern werdet ... ;)

Für vier Personen brauchst du:

300 g Roggen-Vollkornmehl
150 g geriebene Haselnüsse
200 g Zucker Nimm lieber nur 150 g, dann darfst du eventuell öfter vom Lebkuchen naschen.
1 TL Natron
½ Packung Lebkuchengewürz
3 Eier Am besten von freilaufenden Hühnern. Du musst die Hühner aber nicht fangen. Die Eier kannst du auch im Laden kaufen.
3 EL Honig Wenn du mit dem Zucker sparsam bist, darfst du noch einen vierten Esslöffel Honig nehmen. Schnell, ehe sich deine Mama das anders überlegt!
1 Ei zum Bestreichen
Mandeln oder Nüsse zum Verzieren
Backpapier

Bitte deine Mama, dir beim Herrichten und Abwiegen der Zutaten zu helfen. Bestehe aber auf jeden Fall darauf, die elektronische Küchenwaage selbst bedienen zu dürfen. Sie hat so tolle Knöpfe. Das Bereitstellen der Zutaten ist eine guter Zeitpunkt, deiner Mama viele Fragen zu stellen. Übertreib es aber nicht. Behandle deine Mama vorsichtig, ebenso wie die rohen Eier.



Gib alle Zutaten in eine große Schüssel und vermische sie gut mit einem Kochlöffel.
Das ist sehr schwierig. Lass dir trotzdem den Kochlöffel von deiner Mama NICHT aus der Hand nehmen. Du schaffst das! Wenn deine Mama unbedingt helfen möchte, kann sie ja alles, was daneben geht, wieder in die Schüssel geben.

Gib den Teig auf ein Nudelbrett und knete mit beiden Händen.
Ideal wäre, wenn du VORHER deine Hände mit Seife waschen und deine Fingernägel reinigen würdest. Alle zehn. Solltest du nicht gleich Lust dazu haben, kannst du noch einige Minuten mit deiner Mama darüber diskutieren. Der Teig wird nicht schlecht werden. Wenn du weitermachen möchtest, wirst du aber nicht umhin kommen.

Rolle den Teig einen halben Zentimeter dick aus.
Solltest du mindestens einen Bruder oder eine Schwester, aber höchstens ein Nudelholz haben, wirst du warten müssen, bis zu drankommst. Wenn dir während der Wartezeit langweilig ist, koste ein Stück vom Teig. Aber pass auf, dass deine Mama das nicht sieht.


Stich nun mit verschiedenen Keksformen aus. Stich sparsam aus!
Sparsames Ausstechen wird dir nicht gelingen. Bitte einfach deine Mama, den Rest des Teiges wieder zusammenzukneten und neu auszurollen. Das kannst du etwa zwanzig Mal machen. Dann solltest du aber mit Ausstechen fertig sein, denn deine Mama wird vermutlich ungeduldig werden.


Belege das Backblech mit Backpapier und lege den Lebkuchen darauf.
Lass dich von deiner Mama nicht aus der Ruhe bringen, während du minutenlang überlegst, wohin du die einzelnen Lebkuchen legst. Die Sache muss gut durchdacht werden.


Heize das Backrohr auf 200 Grad vor.
Stelle sicher, dass sich im Backrohr kein Kinderspielzeug befindet. Nimm alles raus. Schau genau, kriech aber nicht hinein!

Verquirle das Ei in einer kleinen Schale und bestreiche damit den Lebkuchen.
Vermutlich wirst du dabei viel kleckern. Du kannst das aber mit einem bezaubernden Lächeln oder einem unschuldig konzentriertem Blick vertuschen. Klassisches Ablenkungsmanöver.

Verziere die ausgestochenen Kekse mit Mandeln oder Nüssen.
Achte darauf, dass deine Mama die Mandeln und Nüsse zwischen deinem Bruder bzw. deiner Schwester und dir gerecht aufgeteilt. Wenn du dir nicht sicher bist, ob sie es richtig macht, weine ein bisschen. Deine Mama wird dann alles genau abzählen.


Backe den Lebkuchen 7 Minuten bei 200 Grad.
Du hast nun sieben Minuten Zeit, um deine Mama zu fragen, wann der Lebkuchen fertig ist. Wenn du die Sache ernst nimmst, schaffst du das locker zweiundvierzig Mal.

Den ausgekühlten Lebkuchen kannst du gleich essen oder auch aufbewahren.
Hilf deiner Mama beim Saubermachen der Küche, während du möglichst viel von den duftenden Keksen isst und frag sie bloß nicht, warum da so viel Mehl herumliegt. Ehe sie deine Mehlspuren im Wohnzimmer, im Vorraum und im Badezimmer entdeckt, solltest du dich aus dem Staub machen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die restlichen Lebkuchen müssen dann für später aufbewahrt werden.

Dafür musst du ihn in einen Behälter geben und luftdicht verschließen.
Merke dir gut, wo deine Mama den Behälter aufbewahrt und kontrolliere immer, wenn du von der Kinderkrippe, der Tagesmutter, dem Kindergarten, der Schule oder einem Ausflug ohne Mama nach Hause kommst, ob noch alles da ist. Versuche von Zeit zu Zeit deine Mama mit deinem süßesten Lächeln zu beeindrucken, um an einen der Kekse zu gelangen.


Gutes Gelingen
und eine fröhliche Adventzeit wünscht
eure Paula


Im Sinne der Gleichberechtigung hier noch ein wirklich wichtiger Nachsatz:
Das Wort "Mama" kann natürlich in jedem Satz durch das Wort "Papa" ersetzt werden. Allerdings sind dann auch die Neigungen der Verben zu ändern, die bestimmten und unbestimmten Artikel und ... ach, lassen wir das.


2 Kommentare:

  1. Liebe Paula,
    von Herzen vielen lieben Dank für das großartige Interview und Dein etwas anderes (genial!!!) Lebkuchenrezept! Es hat so Spaß gemacht. Dir und Deinen Lieben noch eine schöne Adventszeit und ein frohes Fest.
    Tanja

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    1. Sehr gerne, liebe Tanja!
      Und auch meine Jungs haben gerne den Kochlöffel für dich geschwungen.
      Euch auch ein schöne Adventszeit!
      Paula

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