Freitag, 14. November 2014

Abends wenn es dunkel wird

Ich habe diese Woche einiges über Laternenfeste und deren Vorbereitung gelesen und gehört und festgestellt, dass sich manche Eltern so gar nicht auf dieses Lichterfest freuen. Von Mühen, Strapazen und Pannen war dabei die Rede.

Ganz anders läuft das in der bleibCOOLmami Familie. Wir feierten bereits letztes Jahr ein wunderschönes Laternenfest. Es war das erste unserer Kinder. Heute feierten wir unser zweites gemeinsames Laternenfest. Es war wieder sehr stimmungsvoll und von Mühen, Strapazen und Pannen war gar keine Rede.

 „Abends, wenn es dunkel wird,
und die Fledermaus son swirrt,
zieh´n wir mit Laternen aus
in den Garten hinter´m Haus.
Und im Auf- und Niederwallen
lassen wir das Lied ersallen:
Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne.“

Seit Wochen erklingt dieses hübsche Lied in unserem Haus. Nicht nur abends, nein auch morgens und mittags lassen meine Söhne ihr Lied „ersallen“. Wer mein Blog ein wenig verfolgt, wird wissen, dass meine Jungs begeisterte Sänger sind. Sie sind aber auch laute Sänger und manchmal entkomme ich knapp einem Hörschaden. Aber das macht gar nichts.

Meine Söhne freuen sich auf das Fest in der Krippe. Am Morgen des Laternenfestes suchen sie im ganzen Haus nach ihren Laternen. Sie finden einiges, nur keine Laternen. Bis ich ihnen begreiflich machen kann, dass die Laternen in der Kinderkrippe aufbewahrt werden und wir sie überhaupt erst am Abend brauchen, befindet sich das Haus im Chaos. In diesem Zustand verlassen wir es schließlich am frühen Morgen. Aber das macht gar nichts.

Zu Mittag halten meine Jungs vorbildlich ihren Mittagsschlaf. Sohn 02 befindet sich im Tiefschlaf, Sohn 01 in der Aufwachphase. Und diese erfolgt in Bruchteilen einer Sekunde. Sohn 01 schnellt aus dem Schlaf senkrecht nach oben und ruft begeistert (und laut) „Laternenfest“. Nun ist auch Sohn 02 wach (und etwas verwirrt). Aber das macht gar nichts.

Um halb fünf machen wir uns auf den Weg zur Krippe. Oma und Opa sind an diesem Wochenende zu Besuch bei uns. Wir nehmen sie mit. Nicht mit nehmen wir: den Blitz für den Fotoapparat, die Wasserflasche für die Kinder, Schals und warme Jacken. Aber das macht gar nichts.

Ohne Blitz machen wir romantisch verschwommene Fotos und gegen die Kälte kuscheln wir uns im Kreis eng aneinander. Die Stimmung ist perfekt. Trotz trockenem Mund singen unsere Jungs alle Lieder begeistert (und laut) mit. Ihr Einsatz ist gelegentlich etwas zeitversetzt. Aber das macht gar nichts.

Ich bin gerührt und den Tränen nahe. Und ein wenig verschnupft. Ich habe kein Taschentuch in meiner Tasche. Aber das macht gar nichts.

Es folgt ein Rundgang um das Gemeindehaus mit den Laternen. Die Erwachsenen singen, die Kinder nicht. Ihnen geht die Puste aus, denn es geht zügig voran und sie haben genug damit zu tun, mit ihren kurzen Beinchen nachzukommen. Aber das macht gar nichts.

Nach dem Umzug wird im Garten der Kinderkrippe das Buffet eröffnet. Es gibt Brote, Kuchen und Getränke. Opa finanziert uns das Abendessen. Er bringt großzügige Portionen. Das vorbereitete Abendessen zuhause wird anschließend von allen Personen verschmäht werden. Aber das macht gar nichts.

Zuhause stellen wir unsere schmutzigen Schuhe im Vorraum ab und wärmen uns mit Tee. Wir erzählen einander begeistert von diesem stimmungsvollen Fest, sind noch immer ein wenig gerührt und dankbar dafür, dass es uns so gut geht. Sohn 02 spielt derweil mit den Streichhölzern aus meiner Tasche. Aber das macht gar nichts.

Oh!
  

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