Donnerstag, 25. September 2014

Wir lieben unseren Papa

Die liebe Wiebke vom Blog „Verflixter Alltag“ hat mit der Frage „Warum sind Väter so wichtig?“ zur Blogparade, ähm Paparade aufgerufen.

Was kann mein Mann, was ich nicht (immer) kann? Wer könnte das besser beantworten, als meine Jungs? Darum lasse ich wieder einmal die beiden zu Wort kommen und klinke mich aus.

Los, Jungs! Aber bitte plaudert nicht zu viele Familiengeheimnisse aus.


Wir lieben unseren Papa, weil er uns Gummibärchen mitbringt
Wenn Papa von einer Dienstreise nach Hause kommt, bringt er uns immer die leckeren Sachen mit, die er im Flugzeug nicht gegessen hat. Manchmal sind das Gummibärchen, manchmal Kekse, manchmal Schokoriegel. Weil es ein Mitbringsel ist, kann Mama auch überhaupt nichts dagegen sagen. Sie mag es nämlich gar nicht, wenn wir zu viel Süßigkeiten essen. Durch die Wiedersehensfreude ist sie aber abgelenkt. Gut für uns. Papa kauft uns auch heimlich Schokomuffins, Doughnuts und Nussschnecken, wenn er mit uns einen Ausflug macht. Das Problem ist nur, dass Mama hinterher immer draufkommt, weil sie Reste davon in unseren Mundwinkeln findet.

Wir lieben unseren Papa, weil wir bei ihm schmutzig sein dürfen
Mit Mama ist das so eine Sache, sie wischt uns im Stundentakt mit einem feuchten Waschlappen Dreck aus dem Gesicht und bohrt in unseren Nasen. So was von peinlich! Und unangenehm. Wir versuchen immer wegzulaufen, aber sie ist schneller. Papa ist da ganz entspannt. Wir dürfen unseren Schmutz mitnehmen, wenn wir mit ihm einkaufen gehen oder zum Spielplatz fahren. Who cares? Nur Mama darf es nicht sehen.

Wir lieben unseren Papa, weil er uns am Spielplatz Sachen machen lässt, die Mama nie erlauben würde
Manchmal gehen wir mit Papa auf den Spielplatz. Ohne Mama. Dort dürfen wir die wildesten Sachen machen. In schwindelerregende Höhen klettern, mit berauschender Geschwindigkeit am Flying Fox oder mit dem Karussell fahren und in reißenden Bächen waten. Wenn Mama uns sehen könnte, würde ihr Herz stehen bleiben. Warum er von unseren Aktionen trotzdem jedes Mal ein Foto postet, wissen wir auch nicht.

Wir lieben unseren Papa, weil er mit uns einen Ausflug macht, wenn Mama die Nase voll hat von uns
An manchen Tagen ist unsere Mama etwas empfindlich. Sie erträgt es schwer, wenn wir unentwegt an ihren Beinen hängen, uns um Spielzeug streiten, uns gegenseitig Essen auf den Kopf werfen oder im Haus Inventur machen (manchmal muss man einfach alle Schränke und Laden ausräumen, um zu sehen, was noch da ist). Just an diesen Tagen macht Papa einen Männerausflug mit uns. Mama muss dann ganz alleine zuhause bleiben. Schade für sie.

Wir lieben unseren Papa, weil er sich unglaublich viel Zeit für uns genommen hat, als wir im Krankenhaus lagen
Nach unserer Geburt mussten wir viele Wochen im Krankenhaus verbringen. Mama kümmerte sich toll um uns und manchmal erzählt sie, dass sie das ohne Papa nie geschafft hätte. Obwohl er arbeiten musste, war er jeden Tag viele Stunden bei uns. Er brachte Fröhlichkeit und Zuversicht mit und tröstete Mama. Nebenbei musste er noch vieles für unsere Heimkehr organisieren. Wie er das alles unter einen Hut brachte, ist uns ein Rätsel.

Wir lieben unseren Papa, weil er in der Nacht immer einen Schnuller griffbereit hat
Unsere Mama ist eine Schlafmütze. Wenn sie mal im Tiefschlaf ist, hört und sieht sie nichts. Deshalb ist es gut, dass Papa da ist. Wenn wir etwas brauchen, machen wir kurz Meldung und Sekunden später steht Papa mit einem Schnuller, einer Wasserflasche oder Kuscheleinheiten bereit. Morgens erzählt er Mama stolz von seinen nächtlichen Heldentaten.

Wir lieben unseren Papa, weil er mit uns kocht
Seien wir uns ehrlich. Wenn Mama an den Kochtopf geht, kommt ... Nein, lassen wir das lieber. Auf jeden Fall sind wir froh, wenn Papa für uns kocht. Oft dürfen wir ihm dabei helfen (Salat zerkleinern, Schnitzel salzen, Teig kneten, Zutaten vermischen und noch vieles mehr) und Mama wundert sich, dass es trotzdem ausgezeichnet schmeckt.

Wir lieben unseren Papa, weil er uns Männersachen zeigt
Papa zeigt uns, wie man bohrt, schraubt und nagelt. Mama ist zwar sehr geschickt, was das Handwerkliche betrifft, aber unseren Spielturm mit Schaukel hätte sie dann doch nicht so hingekriegt. Psst, Papa übrigens auch nicht ganz. Das Dach hat sein Freund montiert. Papa hat uns auch eine Werkbank mit vielen Werkzeugen zum Spielen gekauft, gleich nachdem Mama für unsere Puppen Puppenwägen angeschafft hatte. So viele Spielsachen auf einmal. Komischer Zufall.

Wir lieben unseren Papa, weil er uns mit den Schuhen in die Küche gehen lässt
Wir finden Mama´s Regel, sich die Schuhe auszuziehen, wenn man vom Garten schnell was aus dem Haus holen muss, sehr unpraktisch. Schuhe an – aus – an. Da verliert man sehr viel Zeit. Papa sieht das auch so und so können wir ungehindert durch. Schön, dass er diesbezüglich entspannt ist. Wenn Mama uns allerdings entdeckt, ziehen wir die Schuhe doch um des Friedens willen aus. Und gehen in Socken hinaus.

Wir lieben unseren Papa, weil er unsere Mama liebt und sie ihn
Wir sind froh, dass wir Mama UND Papa haben, und dass beide uns vorzeigen, wie Zusammenleben funktioniert. Nämlich, dass man sich ziemlich gut vertragen kann, obwohl man dem anderen eine paar Minuten vorher gerne eines über die Rübe gehaut hätte. Und das nur, weil er/sie/es manchmal etwas anders tickt. Danke!



6 Kommentare:

  1. Oh ist das toll geworden. Was für eine schöne Idee die Kinder erzählen zu lassen. Aber psst: Du kommst dabei nicht so gut weg ;-)
    Lieben Gruß, Wiebke

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    1. Ich weiß auch nicht, was den beiden da eingefallen ist. Vielleicht mache ich demnächst einen Internet-Kochkurs, während ich mit den Schuhen in der Küche stehe und nebenbei Schokolade nasche ;-)
      Und wenn ich dabei müde werde, schlafe ich einfach mal eine Runde. Der Papa wird´s schon richten :-)

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  2. haha, hab wieder mal sehr gelacht :-) Ich mag Deinen Blog sehr!

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    1. Das freut mich sehr, liebe Séverine.
      Ich lese auch sehr gerne auf deinem Blog.

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