Samstag, 14. Juni 2014

Blogparade: Mein schrägstes Ferienerlebnis

Sommer, Sonne, Urlaubszeit. Mama on the rocks ruft zur Blogparade auf. Sie bittet uns, von unseren lustigsten und schrägsten Ferienerlebnissen zu berichten. Als Einstimmung auf die Urlaubszeit. Das machen wir doch gerne. Nicht wahr?

Und hier ist mein ganz persönliches steinreiches Ferienerlebnis zum Schmunzeln


Im letzten Sommer wurden wir im Süden Österreichs von einer unerträglichen Hitzewelle regelrecht überrollt. Platt gedrückt lagen wir vier im Garten, im Haus,
aber vor allem im kühlen Keller herum. Beim Herumliegen beschlossen wir, der Hitze zu entfliehen. Wo könnte man das besser, als in den österreichischen Alpen? Ganze dreimal packten wir während des Sommers unsere sieben Sachen inklusive zwei Stück Kleinkinder und suchten für ein paar Tage Abkühlung oberhalb der Baumgrenze.

Herrlich kühle Nächte, erfrischende Bergseen, sattgrüne Almwiesen, Ausblicke, soweit das Auge reicht. Einfach paradiesisch. Wir nützten jede Minute, um zu wandern. Unsere Jungs schleppten mein Mann und ich in Rückentragen mit.


Und damit begann das Problem. Die Kommunikation zwischen meinem Mann und mir beschränkte sich auf ein Minimum, weil ich immer ein paar Schritte hinterher hinkte. Schweißgebadet, mit gekrümmtem Rücken stolperte ich mehr schlecht als recht auf den Almsteigen herum. Mein Sohn war einfach viel zu schwer für mich. Obwohl ich klugerweise schon im Vorhinein den leichteren der beiden ausgesucht hatte - der Kleine wog damals immerhin 350 g weniger als der Große – wurden diese kurzen Wanderurlaube zur einzigen Plage.


Man beachte meinen "begeisterten" Gesichtsausdruck.
Da ich meine physische Schwäche vor der Welt nicht preisgeben wollte, legte ich sehr viele Klopausen, Trinkpausen, Esspausen, Aussichtgenießenpausen und Kühebewundernpausen ein. Bloß nicht zugeben, dass ich so ein Schwächling bin. Mein Mann, gut gelaunt, ahnte nichts.

Nach dem dritten Kurzurlaub auf der Alm beschloss ich, Söhnchen NIE mehr wieder auf dem Rücken zu schleppen und nur mehr so weit zu gehen, wie ihn seine kurzen Beinchen auch tragen konnten - so ungefähr 500 m die Straße runter. Wer glaubt, dass unser Ferienerlebnis hier endet, irrt gewaltig. Zuhause schlug die Stunde der Wahrheit:

Die Rückentrage hatte ich von meinem Bruder ausgeborgt. Er benötigte sie für seine Kinder schon seit ein paar Jahren nicht mehr. Damit die Trage umgehend für immer aus meinem Blickfeld verschwinden würde, empfahl ich ihm, sie über ebay zu verkaufen. Ich durchsuchte noch schnell alle Fächer und Taschen an der Trage und schließlich kam ER zum Vorschein:

Ein Stein in der Größe eines Fußballs (!!!) befand sich im Fach ganz unten. Nicht zu fassen. Diesen schweren Klotz hatte ich zusätzlich zum Gewicht meines Sohnes auf allen Wanderungen mitgeschleppt. Mein Neffe, der Erstverwender der Rückentrage, seinerzeit ein begnadeter Steinesammler, hatte meinen Bruder auf einer Wanderung überredet, den wertvollen Schatz mit nach Hause zu nehmen. Das muss wohl auch die letzte Wanderung der beiden gewesen sein, denn der Stein geriet offensichtlich in Vergessenheit.

Behalten wollte ich das Ding nicht. Als ich meinem Neffen den Stein hübsch verpackt nachträglich zum sechsten Geburtstag schenkte, er ihn aber nicht wiedererkannte, zweifelte er offensichtlich am Geisteszustand seiner Tante.







Und hier noch ein paar Fotos,
aufgenommen in der schönen Steiermark:

Mama muss ganz dringend auf´s Klo. Papa geht voraus.
Mit schwerer Last.

Sohn wieder retour.
Stöööööhn!

Papa unterhält die Jungs.
Mama liegt erschöpft in den Büschen. 

Auf der malerischen Heidialm.
Hier wurde ein Heidifilm gedreht.

Schnell unterwegs.
Der Kleine, nicht die Mama.






1 Kommentar:

  1. oh nein wie herrlich!! Da hast Du Dir ja fast einen Bruch geholt, Du Arme! :-p
    Danke dass Du an der Blogparade teilgenommen hast, ich freue mich sehr!

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