Donnerstag, 29. Mai 2014

Almwellness oder Strandurlaub?

Sonne, Sand und Meer sind unzertrennlich verbunden mit den Kindheitserinnerungen meines Mannes. Fuhr er doch bis zu seinem, sage und schreibe, siebzehnten Geburtstag, weil´s soooo schön war, mit seinen Eltern jedes Jahr für einige Wochen nach Bibione. Noch heute schwärmt er vom Sandkuchenbacken und Meeresrauschen, vom Tanz in der Hoteldisco, vom Nervenkitzel am Kinderspielautomaten, von Pasta, Pizza und Co. Und keinesfalls möchte er dieses unvergessliche Urlaubserlebnis unseren Kindern vorenthalten.

Ein Zeugnis jener Sommerurlaube befindet sich noch immer in unseren

Montag, 26. Mai 2014

Bitte sag doch "Bitte"

Ich habe einen Feldwebel zuhause. Eigenartig, denn ich habe mit dem Bundesheer wenig am Hut und erst recht Sohnemann nicht. Dafür ist er gottlob noch viel zu jung. Trotzdem kommt aus seinem kleinen Mund, wenn er ein Anliegen vorbringt, ein erstaunlich lauter Kommandoton mit unendlich lang gezogenen Vokalen (seine Lunge ist jedenfalls in Ordnung)

„Schnäuuuuzen!“ „Aaaaabwischen!“ „Waaaaasser!“ „Auuuuusziehn!“ „Aaaaanziehn!“

Meinem Mann, der großen Wert auf gute Umgangsformen legt, ist diese Art der

Freitag, 23. Mai 2014

Mama in der Trotzphase

Heute Morgen habe ich meinen Sohnemann erwischt, als er an meinem Schreibtisch sitzend eifrig mit seinen schmutzigen Fingerchen auf der Tastatur meines Notebooks herumklopfte. Das ist nichts Ungewöhnliches. Keine Schalter, Knöpfe und Tasten sind vor ihm sicher. Neu war der verschmitzte Gesichtsausdruck.

Bis ich endlich entdeckte, was er da wirklich tat. Ich denke, er musste sich einiges von der Seele reden, das möchte ich ihm auch gewähren. Hier ist nun ein Gastbeitrag von meinem Kleinen, den ich gerne unzensiert wiedergebe ;-)

Mittwoch, 21. Mai 2014

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird oft diskutiert und ist mit Kontroversen besetzt. Es ist ein Thema, über das viele reden, aber ein Thema, das, abgesehen von den Arbeitgebern, in erster Linie uns Mütter betrifft, weil die Hauptlast der Kinderbetreuung noch immer bei den Frauen liegt. (Ich entschuldige mich im selben Atemzug bei allen Vätern, die den Schritt ins Ungewisse und in die Abhängigkeit  wagen.) Es ist ein Thema, das uns Müttern auf dem Herzen und der Seele liegt, uns Müttern auf der Zunge brennt.

In der Zeit, in der ich noch keine Kinder hatte, in der Zeit, in der der einzige Mensch, für den ich Verantwortung zu tragen hatte, ICH war, war ich der

Dienstag, 20. Mai 2014

Zwillinge, oh wie schön!

Eineinhalb Jahre lang fuhr ich zweimal täglich bei Wind und Wetter, bei Schnee und Regen, bei Blitz und Donner mit meinem knallroten überbreiten Schwertransporter, dem Zwillingskinderwagen, durch unseren Ort. Immer mit der Absicht, meine Kinder gleichzeitig zum Einschlafen zu bringen. Oft blieb es bei der Absicht.

Jedes Haus, jeder Gartenzaun, jeder Baum, jeder Strauch, jedes Schlagloch, ja sogar die liegen gebliebenen Hundehäufchen waren mir vertraut. Und ebenso der immer wieder kehrende Satz von Menschen, denen wir begegneten und deren Aufmerksamkeit

Sonntag, 18. Mai 2014

Teilzeitmama? Oder doch nicht?

Working Mum...
Das klingt schön in meinen Ohren und dann wieder doch nicht. Aber irgendwie auch wieder doch.

Ich bin im Zwiespalt. Ich muss mich entscheiden. Entscheiden, ob ich ab Herbst wieder in meinem alten Job arbeite. Ob ich eine Teilzeitmama werden möchte oder eine Beinahe-Vollzeit-Mama bleiben möchte. (Ich arbeite zur Zeit an einem Tag in der Woche in einem für mich völlig neuen Bereich, der per Zufall auf mich zugeflogen kam.)

Die eine Seite schreit laut „JAAAA!“ Ja, ich will wieder hinaus in die mir so

Freitag, 16. Mai 2014

Auf der Suche

Das Hinterteil in die Luft gestreckt, die Wange auf den Boden gepresst, den Blick unter den Küchenschrank gerichtet ... Auf den Knien, die Ellbogen abgestützt, den Kopf tief im Geschirrspüler ... Halb liegend den Arm eingeklemmt zwischen Heizkörper und Wand ... Auf wackeligen Zehenspitzen am Fensterbrett ... So sieht man mich dieser Tage, wenn man meine Küche betritt.

Ich bin auf der Suche. Ich suche Sohnemanns Lieblingsgabel. Die Lieblingsgabel ist verschwunden. Ich suche in der Küche, wo der Große sie zuletzt verwendet hat, ich suche im Wohnzimmer,

Mittwoch, 14. Mai 2014

Wie heißt des?

Der Kleine hat einen Narren gefressen an Namen. Er kennt die Vor- und Nachnamen sämtlicher Familienmitglieder und aller Nachbarn, die Namen der Kinder und Betreuerinnen in der Krippe, ja sogar die Namen der Handwerker, die in unser Haus kommen, kann er aus dem Stegreif aufsagen, was mein Mann sehr verdächtig findet. Sohnemann aber reicht das nicht, er möchte die Namen aller Menschen auf dieser Welt kennen.

„Wie heißt des?“, ertönt es aus seinem Mund, sobald wir beim Verlassen unseres Hauses einem Menschen begegnen, dessen Namen er noch nicht kennt. Sein

Freitag, 9. Mai 2014

Muttertag

Muttertag - die Zeit der selbst gebastelten Geschenke. In meinem Büro steht ein ganzes Regal leer nur für die von Kinderhand gemachten Nudelbilder, Teelichteinmachgläser, Tonperlenarmbänder, Häkeltopflappen, Papierfaltblumen und Quastenschlüsselanhänger, die ich im Laufe der nächsten fünfzehn Jahre bekommen werde. Liebevoll werde ich jedem einzelnen Gegenstand einen Platz zuweisen, ihn aufbewahren, jahre-, jahrzehntelang und mich, wenn die Kinder in weiter Zukunft die Nerven eines anderen Menschen strapazieren, an die „ach, so schöne Zeit“ mit ihnen zurückerinnern. So der Plan.

In zwei Tagen ist mein dritter Muttertag in meinem Mamaleben, aber mein

Montag, 5. Mai 2014

Bratkartoffeln

Meine Kinder lieben Kartoffeln. Kartoffeln in jeder Form. Kartoffeln mit Butter, Rosmarienkartoffeln, Streifenkartoffeln (klingt nicht so ungesund wie Pommes), Kartoffelsuppe, Kartoffelstrudel, rohe Kartoffeln (aber nur ein kleines Stück) und am liebsten Bratkartoffeln.

Heute Morgen musste ich wieder mal Punkte sammeln bei ihnen, nach einer langen Schimpftirade. Also verspreche ich ihnen auf dem Weg in die Krippe, dass ich fürs Mittagessen ihre heißgeliebten Bratkartoffeln richte. Ich bekomme überschwängliches Lächeln als Dank. Das motiviert mich, mich mit viel Liebe an den Herd zu stellen, von dem

Sonntag, 4. Mai 2014

Was gibt es Neues?

Wenn mein Mann abends nach Hause kommt, hängt er lässig sein Sakko auf den Garderobenhaken, legt den Autoschlüssel auf das Regal im Vorraum, stellt seine Notebooktasche daneben, verteilt Schmatzerbussis an seine Söhne (die ihn quietschvergnügt und kreischend willkommen heißen) und mich (ich heiße ihn auch quietschvergnügt und kreischend willkommen – endlich habe ich an einem langen Tag wieder eine erwachsene Verstärkung an meiner Seite) und stellt schließlich die Frage: „Was gibt es Neues?“

Pah! Was gibt es Neues in meinem Leben? Also da wären: Der Kleine kann